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Umstieg von DSLR auf Systemkamera – meine Erfahrungen

Nach der langen Zeit, welche ich mit Nikon verbracht habe, haben mich doch immer neue Kameras gereizt. Fast genau so lang konnte ich meinen Spieltrieb zurück halten, aber nun ist es soweit: Alles was ich an Nikon hatte wurde verkauft, um Platz für ein neues System zu machen. Ein radikaler Schritt welchen ich bis jetzt aber nicht bereue sondern eher froh bin ihn gemacht zu haben.

Als neues System setze ich jetzt eine Fujifilm X-T10 ein, welche eine deutlich bessere Low Light Performance bei gleichzeitig deutlich weniger Gewicht bietet. Dazu kommen das 18-55mm 2,8-4,0 und ein 55-230mm 4,5-6,7. Geplant sind noch ein paar Festbrennweiten, die mir bei Events noch mehr Licht verschaffen.

Positiv:

– Deutlich besser bei Low Light, endlich mal ISO Werte über 1250 eintragen :-)

– Wesentlich weniger Gewicht (die D300 wog mit dem 18-70mm und Batteriegriff knapp 3 KG, die X-T10 mit 18-55 nur knapp 600 Gramm)

– Live View mit Vorschau der Belichtungseinstellungen (sofern man es im Menü aktiviert), das ging mit der D300 ja nicht

– Die von der Kamera erstellten JPEG Bilder sind der D300 deutlich überlegen

– Wesentlich schärfere Bilder durch den Wegfall des Tiefpassfilters (den gleichen Effekt hat man aber auch bspw beim Wechsel auf die D800)

– Sehr guter RAW Converter in der Kamera (eine Entwicklung der Bilder direkt auf der Kamera ist möglich)

– Die direkte Übertragung von Bildern per WLAN (entsprechende App muss natürlich installiert sein) klappt ausgezeichnet

– Durch den ISO-los Sensor kann ich auch im nachhinein Bilder bis zu 3 Blendenstufen nach unten belichten ohne einen starken Verlust von Bildqualität (vorrausgesetzt man stellt den dementsprechenden Dynamikmodus bei Aufnahme ein)

– Selbst die Kit Objektive sind von der Bildqualität her sehr gut (im Vergleich zum 18-55mm Nikon DX bspw)

– Das Fokus Peaking sowie die 100% Ansicht im Sucher gefallen mir sehr gut und sind oft hilfreich

– 7 nahezu frei programmierbare Tasten, welche einen sehr guten Schnellzugriff ermöglichen

 

Negativ:

– Das Zubehör ist für seine Qualität deutlich überteuert, auch der mitgelieferte Gurt ist ein Witz. Rückdeckel für die Objektive fehlten auch, stattdessen gab es nur Plastik „Überstülper“

– Wenige bezahlbare, gute Objektive – Objektive fremder Hersteller gehen grundsätzlich nur komplett manuell

– Die Akkulaufzeit ist ein Witz (300 Bilder pro Akku sind sehr wenig), allerdings muss man dazu sagen das ja dauerhaft ein Display läuft

– Das Rad der Belichtungskorrektur hätte besser positioniert oder zumindest schwerer drehbar sein müssen, sehr gern hat sich die umgehängte Kamera verstellt und ich habe auf einmal mit -0,7 EV Bilder geschossen

 

Mein Fazit:

Der Umstieg ist gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man so lange mit dem riesigen Gewicht der D300 gearbeitet hat. Die ersten meiner Bilder waren komplett verwackelt, bis mir bewusst wurde das ich immer noch minimal den Spiegelschlag ausgleichen will. Die Nachteile sind gering, aber sie sind vorhanden und manche (Akkulaufzeit, Fremdhersteller Objektive) stören mich doch etwas. Andere sind eine reine Umgewöhnung, welche man aber bei jedem Wechsel vor sich hat. Die XT-10 lässt mich aber wieder sehr viel bewusster, wenn nicht sogar deutlich analoger denken. Wie bei meiner Nikon FE2 (Baujahr 1984) wird am Objektiv die Blende verstellt (nur bei den XF Objektive, die 2 XC Objektive im Portfolio haben keinen Blendenring) wird auf der rechten Schulter der Kamera die Belichtungszeit eingetragen und vorn am Objektiv die Blende eingestellt. Ob man das nun mag oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir hilft es beim Umstieg zwischen den beiden Systemen ungemein. Auch schön ist die Übertragung per WLAN an ein Smartphone, oder das ich endlich SD Karten nutze. Das bestimmte Bildbearbeitungsprogramme wie bspw DxO Optics nicht mehr funktionieren, ist ein Preis den ich bereit bin zu zahlen. Trotzdem kann man nach sehr kurzer Eingewöhnung deutlich besser fotografieren, wenn man denn gewillt ist die XT-10 als vollwertige Kamera anzusehen. Meine Erfahrungen sind bisher sehr positiv und ich empfehle jedem, der über eine Neuanschaffung nachdenkt, auch mal bei Systemkameras zu stöbern :-) Anbei noch ein paar Beispielbilder

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Umzug auf neuen Server

Nach vielem hin und her habe ich nun endlich einen Umzug auf einen neuen Server in Angriff genommen.

Dies hatte zum einen Performancegründe, zum anderen waren aber auch mit meinem alten Server diverse Probleme was den Datenaustausch via Owncloud anging. Dieses Problem hat sich nun durch den Umzug erledigt.

Ganz nebenbei brachte der Umzug auch einen deutlichen Performance Schub, welcher natürlich in erster Linie euch als Besucher zu gute kommt :-)